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Das Poster (Präsentationsplakat) in der MSS wird am Computer erstellt

 

Präsentieren von Lern- und Arbeitsergebnissen ist ein wichtiger Unterrichtsbestandteil in allen Jahrgangsstufen. Bereits in der Orientierungsstufe bekommen die Schüler erste methodische Anleitungen, wie man ein Präsentationsplakat erstellt: die Wirkung von Farben, Anordnung von Bildern und Texten, die Übersichtlichkeit etc. Die Plakate der Orientierungs- und der Mittelstufe sind klassische Collagen, bei denen Bilder ausgeschnitten und auf Farbkarton aufgeklebt werden, Texte werden handschriftlich eingefügt oder zu Hause am PC ausgedruckt, ausgeschnitten und aufgeklebt.

In der MSS (Oberstufe) sollten sich die Plakatpräsentationen mehr an den Standards orientieren, wie sie im späteren Studium von den Hochschulen gefordert werden. Dort gibt es klare Anforderungen an die Größe, den allgemeinen Gestaltungsrahmen und die Aufteilung von Texten, Grafiken und Bildillustrationen. Im Wissenschaftsbetrieb dienen die sog. Poster im DIN A0 Format der Präsentation der eigenen Forschungsergebnisse auf Seminarveranstaltungen, Informationsbörsen oder auf Wissenschaftskongressen. Solche Poster werden heute nur noch mit Computerprogrammen erstellt und dann relativ kostengünstig fertig ausgedruckt.

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Mit welchem Programm kann man ein Poster erstellen?

 

Poster lassen sich mit jedem Office Programm erstellen, gut geeignet sind die Präsentationsprogramme z.B. „Impress“ von Libre Office, „Powerpiont“ von MS Office oder „Keynote“ von Apple. Mehr Möglichkeiten haben die Zeichenprogramme „Draw“ von Libre Office oder „Publish“ von MS Office.

Wie geht man vor?

 

Zu Beginn wird das endgültige Format der Seite festgelegt (z.B. Menü: Format → Seite → DIN A0). Das ist wichtig, damit die spätere Druckqualität optimal wird. Jetzt kann man nach Belieben farbgefüllte Formen, Bild- und Grafikobjekte sowie Texte einfügen. Ein Poster erfüllt wenige vorrangige Ziele:

  • Interesse wecken

  • Präsentieren, d.h. kurz und klar informieren

  • Repräsentieren, d.h. die eigene Leistung und die Institution (Schule) nach außen darstellen

Insgesamt sollten einheitliche Gestaltungsregeln zur Anwendung kommen.

Der Hintergrund

 

Als Hintergrund wählt man helle Pastelltöne oder Weiß. Einen Hintergrund erreicht man, indem man im Arbeitsprogramm ein Rechteck formatfüllend einfügt und dann mit der ausgewählten Farbe füllt. Das Rechteckobjekt wird dann in den „Hintergrund“ angeordnet  und gegen zufälliges Verändern fixiert (Kontextmenü). Gemusterte Hintergründe oder auffällige Details im Hintergrund sollte man vermeiden. Die allgemeine Farbwahl vermittelt so Sachlichkeit und Seriosität bereits im Hintergrund. Ein eigener Hintergrundrahmen kann sich positiv auswirken, auf jeden Fall sollten Texte und Grafiken überall die gleichen Abstände zum Rand aufweisen.

Die Schrift

 

Da die Betrachter meist nur etwa 3-5 Minuten am Poster verweilen und einen Betrachtungsabstand von ca. 2-3 m einnehmen muss die Schrift entsprechend angepasst sein. Man wählt nur Schrifttypen ohne Serifen (z.B. Arial, Ubuntu, - Sans Serif).

Im oberen, farblich abgegrenzten Teil befindet sich ein Titelfeld (Banner) mit dem Namen der Schule und mit den traditionellen Farben. Folgende Schriftmerkmale sind gute Anhaltswerte:

  • Der Titel der Arbeit in 96 pt fett

  • Die Namen der Autoren in 60 pt. Hier kann auch eine Kontaktmöglichkeit angegeben werden (z.B. mail)

  • Alle Texte erhalten Überschriften in 56 pt ev. halbfett

  • Textblöcke in 44 pt (Zeilenabstände etwas erweitert z.B. 52 pt). Die Textblöcke werden nicht fett gedruckt, da sie sonst zu aufdringlich wirken.

  • Legenden der Diagramme, Bilder und Grafiken werden der übrigen Schrift angeglichen und mit 40 pt angefertigt.

  • Die Texte insgesamt nehmen klar weniger als 50 % der Gesamtfläche des Posters ein.

Grafiken

 

Bilder und Grafiken hinterlassen bei Betrachtern einen besonders schnellen und intensiven Eindruck. Sie können in den Textblöcken mit eingebunden sein oder in einer eigenen Spalte eingebunden sein. Wichtig ist dabei die Gesamtwirkung. In naturwissenschaftlichen Postern orientiert man sich häufig am sog. Goldenen Schnitt um die Textanteile und Grafiken in einem harmonischen Verhältnis darzustellen. Die Hälfte der Fläche sollte für Fotos, Diagramme und Grafik reserviert werden. Texte sind klar mit Überschriften gegliedert und kurz gehalten, sie nehmen deutlich weniger als 50 % der Gesamtfläche ein. Jede Grafik und jedes Bild benötigt eine selbsterklärende Unterschrift und Legenden zur Erklärung von Skalen oder Symbolen. Die Betrachter des Posters sollen die Grafiken verstehen können ohne Textpassagen des Posters lesen zu müssen. Wenn man im allgemeinen Text auf eine Grafik Bezug nimmt, sollten die Grafiken zusätzlich nummeriert werden, so dass die Beziehung zwischen der Textstelle und der Grafik sofort klar ist.

Die Fertigstellung

 

Wenn die Gestaltung soweit abgeschlossen ist wird das Dokument als PDF Datei exportiert (Menü: Dokument → Exportieren als PDF). Das ist die fertige Datei, die man an eine Druckerei weitergibt, dabei lohnt es sich verschiedene Angebote zu vergleichen, die Preise für den Posterdruck in DIN A0 schwanken zwischen 15,- € und 20,- € (2014). Die Poster werden in Gruppenarbeit herstellt, so dass sich die Unkosten ev. Auf die Gruppenteilnehmer verteilen und damit in einem akzeptablen Rahmen bleiben.

 

Unter dem Suchbegriff „wissenschaftlich* Poster“ findet man eine Vielzahl von Anleitungen und Videos verschiedener Universitäten und Institute, teils mit Vorschlägen und Vorlagen. Dort kann man sich Anregungen suchen und für die eigenen Anliegen neue Gestaltungsideen bekommen.

 

Beispiele unter folgenden Links:

 

http://www.htwk-leipzig.de/de/hki/hochschulmarketing/cd/vorlagen/vorlage-wissenschaftliche-plakate/

http://www.wissenschaftstagung.de/de/programm/anleitung_postergestaltung.pdf

http://office.microsoft.com/de-de/templates/poster-wissenschaftliches-projekt-TC104001343.aspx

Kreativer Medieneinsatz am EKG

Poster gestalten wie ein Profi
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